Fachsimpeln am Lehrbienenstand

Bestes Wetter mit strahlendem Sonnenschein lockten nicht nur die Bienen aus der Beute. Auch die Imker nutzen den Sonntag um ihren Kaffeetisch an den neuen Vereinsbienenstand zu verlegen. Vor allem für die Neuimker war das eine willkommene Gelegenheit mit alten Hasen zu fachsimpeln und den Imkerflohmarkt nach Brauchbarem zu durchstöbern. Durch den Verkauf der gespendeten Sachen kam eine Summe von 50,- € zusammen, die der Vereinskasse gestiftet wird. Vielen Dank dafür an Hans Totzek.

Raphael öffnete bei der Gelegenheit auch das von ihm betreute Volk und erläuterte den Jungimkern seine Durchsicht.

 

Seit Mai 2018 führt der Verein einen "Lehrbienenstand" auf einem kleinen Betriebshof des Grünflächenamtes im Havighorster Weg 3 in Lohbrügge. Ziel ist es, Jungimkern und an der Imkerei Interessierten die Segeberger Betriebsweise näher zu bringen und praktisch zu erläutern. Bisher steht ein Volk auf dem Stand, das durch Raphael dauerhaft betreut wird. Insgesamt sollen hier zukünftig mindestens drei Völker stehen. Angedacht ist auch eine kleine Hütte zu errichten, die uns als Treffpunkt und "Materiallager" zur Verfügung steht.

 

Ein fachlicher Austausch mit Imker-Flohmarkt wird in Zukunft regelmäßig stattfinden. Die Termine findest Du hier.

Und vielleicht ist es ja auch ein Ort, an dem wir unterschiedliche Betriebsweisen, neben der hier verbreiteten "Segeberger Beute", demonstrieren und vergleichen können. Wer Interesse hat, eine alternative Betriebsweise dort zu vermitteln und zu pflegen, meldet sich bitte bei unserem Vorstand.

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In 12 Jahren 20 durchlebt.

Wie man in 12 Jahren 20 druchleben kann, davon kann uns Ulrich K. berichten. Seit 2006 ist er Mitglied bei uns im Verein. 2010 wurde er in den Vorstand gewählt und seit dem zählen seine "Ehrenjahre" doppelt.

Tja, so schnell fliegen die Zeit dahin, wenn man sich engagiert. Als nächstes will sich der Unermüdliche um die Errichtunge eines vereinseigenen Bienenstandes kümmern. Hier wird der Verein zukünftig Interessierten und Neueinsteigern das Imkerhandwerk näher bringen. Das macht Ulrich K. aber auch schon jetzt: als Pate von zahlreichen Neueinsteigern. Langweilig wirds nie.
Als Anerkennung dafür gibt es ganz offiziell eine silberne Nadel vom ersten Vorsitzenden überreicht.

Ulrich - herzlichen Glückwunsch und vielen Dank!

Mögest Du uns noch lange erhalten bleiben.

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Jahresbericht 2017

Obmann für Bienenzucht, Otto Reimann, über das Bienenjahr 2017:

Otto Reimann
2017 war kein berauschendes Jahr für Bienenzüchter.

Das Jahr 2017 war vom Klima und von der Wetterbilanz nicht mit den Vorjahren zu vergleichen - zumindest nicht hier in Norddeutschland.

 

Das Frühjahr war wechselhaft mit wenig Schnee und Frostnächten gekennzeichnet. Meist pendelten die Temperaturen um O°C herum, dafür gab es aber viel Regen.

 

Mit ca. 190 Liter/m² war Hamburg das nassester Bundesland in Deutschland.

 

Ende März gab es erstmals ein wenig Sonnenschein und Wärme. Die Natur blüte kurz auf, um aber gleich wieder in den nasskalten Rhythmus zurückzukehren.

 

Im April wurden die Futterkranzproben von Hans Totzek und Wibke Huffmeyer gezogen. Erst im Mai gab es endlich einige Tage Frühlingswetter mit bis zu 20 ° C. Doch die Hauptblüte war vorbei, vom Raps gab es nur noch Reste zu ernten.

 

Die Frühtracht und Honigernte im Juni war dementsprechend mäßig bis unzufrieden. Nur wenige Imker hatten mehr Glück.

 

Durch die ungünstige Wetterlage wurde die Königinzucht erst in der 2.Maihälfte begonnen. Das Zuchtmaterial, von gekörten Völkern, wurde wieder vom ZR. Bergedorf / Geesthacht breitgestellt. Nach Aufzucht der Königinnen und Fertigstellung der EWK,s wurden sie zur Inselbelegstelle Puan Klent geschickt.

 

Der ZR. Hamburg / Bergedorf – Geesthacht hatte 350 Königinnen gestellt.

 

Die allgemeine Beschickung der Belegstelle war 2017 rückläufig. Es wurden insgesamt 788 EWK,s angeliefert – aber nur 572 Königinnen begattet. Das sind 72.6%. Dieses Ergebnis war nicht zufriedenstellend, was nicht nur dem schlechten Wetter geschuldet war. Viele Fehler werden auch von den Züchtern - durch nicht sorgfältige Königinnenzucht sowie Herrichtung der EWK,s - verursacht.

 

Der weitere Verlauf des Sommers war immer noch von kühlem und nassem Wetter geprägt. Im August gab es einige Tage mit sommerlichen Temperuren. Diese stiegen tatsächlich bis 29,6°C an. Dieser Wärmeschub kam leider zu spät, er konnte die Lindentracht nicht mehr positiv beeinflussen. Somit fiel die Sommer - Honigernte auch nur mäßig aus.

 

Nach dem Schleudern im Juli, wurden die Völker gefüttert und behandelt.

 

Damit ging das Bienenjahr langsam zu Ende – und ein neues begann mit der Nachricht, dass Glyphosat – Unkrautvernichtungsmittel – weitere 5 Jahre eingesetzt werden kann.

 

Die 2. Nachricht betraf einen neuen Faulbrutbefall in Hamburg Bergedorf / Nettelnburg. Es wurde ein Sperrbezirk eingerichtet, der bis zum Jahresende noch nicht aufgelöst wurde, da die Sanierung noch ausstand.

 

Nach all den bisherigen Faulbrutfällen, die aufgetreten sind, stellt sich doch immer wieder die Frage: Ist es nur ein Fall der Hygiene??

 

Doch bei all den negativen Ereignissen, die uns bei der Bienenhaltung begleiten, scheint sich ein Lichtstrahl am Bienenhorizont abzuzeichnen – ein Wirkstoff gegen die Varroamilbe – Lithiumchlorid.

 

Lithiumchlorid ist ein Salz, was man in Zuckerwasser aufgelöst, den Bienen geben kann. Eine Schädigung der Bienen wurde bisher nicht festgestellt. Dieses Medikament wird aber noch nicht für den Markt freigegeben, da weitere Testreihen über Dosierung und Nebenwirkungen usw. noch ausstehen.

 

Dieser Wirkstoff wurde nach einer 25-jährigen Forschungsarbeit vom Team des Dr. Peter Rosenkranz – Leiter der Landesanstalt für Bienenkunde in der Universität Hohenheim – durch einen glücklichen Zufall – entdeckt.

 

Wenn das ein Medikament ist, das in die Zukunft weist, und uns von der so lästigen Varroa Plage befreit, ist das ein Schritt in eine neue Bienenwelt, die wir ja schon vor sehr langer Zeit gehabt haben.

 

Hoffen wir also, dass dieses Medikament das hält was es verspricht und uns gesundere und leistungsfähige Völker beschert.

 

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Wir sind auf dem Erntedankumzug Vier-und Marschlanden

Imker und Imkerinnen wie Rockstars gefeiert!

Jedes Jahr findet in den Vier-und Marschlanden in Hamburg über drei Tage das traditionelle Erntedankfest statt. Krönender Abschluss ist der größte Erntedankumzug im Norden. Mehr als 70 Gruppen und Vereine aus der Umgebung präsentieren sich mit prachtvollen Trachten und geschmückten Fahrzeugen. Am Rande der 4,5 Km langen Strecke stehen geschätzte 100.000 Zuschauer, bejubeln jede einzelne Gruppe und geben „Szenenapplaus“. So auch dieses Jahr, am 8. Oktober 2017, zum ersten Mal für die Imker und Imkerinnen aus dem Verein Bergedorf und Umgebung.

 

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Winterbehandlung mit Bienenwohl

Liebe Imkerkollegen,

 

wie bereits im Forum berichtet, habe ich ein Volk verloren. Mein Behandlungsfehler (?) im Spätsommer hat mich nicht in Ruhe gelassen. Das Volk 5, das ich bereits mit BienenWohl behandelt hatte zeigte viele Milben auf dem Einschub – beide stehen am Billeweg.

Heute habe ich mich kurz entschlossen auch die Völker 1 bis 3 zu behandeln - Waidmannsgrund, obwohl bisher kaum eine Milbe gefallen war. Alle Völker sitzen zu meiner Überraschung direkt unter der Gaseabdeckung und auf etwa 5 bis 6 Wabenreihen. Bei einer Außentemperatur um die zwei Grad sind beim Öffnen so gut wie keine Bienen aufgeflogen. 

Mit der Träufelspritze von BienenWohl kann man sehr gut einen ganz feinen Strahl über die Bienen träufeln. Das in Österreich und in der Schweiz weitverbreitet Mittel hat folgende Zusammensetzung:

Wasser 47.6 %

Zucker 47.6 %

Oxalsäure 3.8 %

Zitronensäure, Alkohole, ätherische Öle 1.0 %

 

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